![]() Von den 16 Prozent der Ich-AGs, die den Zuschuss nicht für das zweite Förderjahr beantragt hätten, sei nur ein Teil mit der Existenzgründung gescheitert, erläuterte Landesarbeitsminister Harald Schartau (SPD). In 41 Prozent dieser Fälle könne tatsächlich von einer Geschäftsaufgabe gesprochen werden. 5,4 Prozent hätten über die Ich-AG in eine abhängige Beschäftigung gefunden oder eine Ausbildung begonnen. In 12,4 Prozent der Fälle sei die Ich-AG im ersten Jahr so erfolgreich gewesen, dass das Einkommen über der zulässigen Fördergrenze gelegen habe. 15 Prozent der Abbrecher gaben an, die Förderkonditionen seien für sie nicht attraktiv genug. Ich-AGs sind vor allem in der Dienstleistungsbranche tätig. Für 73,8 Prozent der Gründer war die Ich-AG vor allem ein Ausweg aus der Arbeitslosigkeit. Die überwiegende Mehrheit war zuvor allerdings nicht der Gruppe der Langzeitarbeitslosen zuzurechnen. Bei den Gründern waren 66,5 Prozent unter 12 Monate arbeitslos, bei den Gründerinnen 80 Prozent. Die Hälfte der Gründer lebt in Mehrpersonenhaushalten. Über die Hälfte (52,5 Prozent) kann auf weitere Haushaltseinkommen zurückgreifen, wobei die finanzielle Unterstützung durch die Familie in den meisten Fällen (80,8 Prozent) von Bedeutung ist. Die Befragung war im Auftrag des Go! Gründungsnetzwerkes NRW vom Bonner Institut für Mittelstandsforschung und der Gesellschaft für Innovative Beschäftigungsförderung NRW (G.I.B.) durchgeführt worden. Für die Untersuchung wurden 10.000 Ich-AGs angeschrieben. (ngz-online) |
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